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Wenn es dein Ziel ist, vom Erstellen von Inhalten zu leben — und zwar gut zu leben — dann wird die Fähigkeit, dein Brand Deck überzeugend zu präsentieren, um bezahlte Kooperationen an Land zu ziehen, zu deiner wichtigsten Fähigkeit werden. 

Du hast gesehen, wie deine Lieblings-Blogger, Influencer und digitale Magazine mit namhaften Marken wie Audible, Hello Fresh und Hilton zusammenarbeiten. Du weißt, dass sie mit diesen Kooperationen ordentlich Geld verdienen, aber wie machen sie das? 

Während viele Influencer-Partnerschaften dadurch entstehen, dass Marken die Influencer kontaktieren, läuft es genauso oft genau andersherum. Das Pitchen, auch bekannt als Kaltakquise, ist oft das Geheimnis erfolgreicher Content Creator, die schnell zum „Sechsstelligen Unternehmer“ aufsteigen. 

Glücklicherweise ist der Prozess nicht so mysteriös, wie du vielleicht denkst. Alles, was du brauchst, ist eine überzeugende Vorlage für eine Kaltakquise-E-Mail und ein gut ausgearbeitetes Brand Deck als Anhang.

Wenn du bereit bist, deine Inhalte zu Geld zu machen, gibt dir dieser Leitfaden die Informationen an die Hand, die du benötigst, darunter: 

Was ist ein Brand Deck? 

Ein Brand Deck ist ein visuelles Verkaufstool für deine Dienstleistungen oder dein Unternehmen. Brand Decks, auch bekannt als Pitch Deck Präsentationen, sind Präsentationen, die die wichtigsten Informationen zu deinen Produkten oder Dienstleistungen, deiner Zielgruppe, Ergebnissen, Testimonials und deiner bisherigen Arbeit zeigen. 

Beispiel eines Brand Pitch Decks für einen Influencer und Content Creator.
Beispiel eines Brand Pitch Decks für einen Influencer und Content Creator.

Brand Deck vs. Media Kit vs. Portfolio

Einer der verwirrendsten Aspekte bei der Navigation durch Brand Deals und Kooperationen ist herauszufinden, worin eigentlich der Unterschied zwischen einem Media Kit, Creator Portfolio, Brand Deck, Sponsoring Deck, Pitch Deck usw. liegt. Brauchst du wirklich all das?

Hier die Wahrheit: Es gibt keinen klaren Unterschied zwischen diesen Begriffen. Aus meiner Erfahrung mit verschiedenen Marken und Agenturen verwenden sie sie synonym für das gleiche Dokument. Falls du also verwirrt bist — wir sind es alle.

Am Ende des Tages, egal wie du es nennst, erfüllen diese Dokumente denselben Zweck: Sie stellen dich als Brand vor, zeigen, wie du der Marke helfen kannst, welche Services du anbietest und welchen einzigartigen Wert dein Content bietet.  

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Warum sind Brand Decks wichtig für Content Creator?

Ein Brand Deck ist dein Geheimwaffe für die Kaltakquise. Es ermöglicht potenziellen Partnern schnell zu erfassen, wer du bist, was du machst und warum sie mit dir zusammenarbeiten sollten. 

Bei der Kaltakquise ist ein E-Mail-Pitch der erste Schritt, um dich und deine Marke vorzustellen. Der zweite Schritt besteht darin, mit deinem Brand Deck nachzufassen, das deine Fähigkeiten demonstriert und deinen Wert überzeugend kommuniziert.

Brand Decks werden auch von digitalen Magazinen und Startups eingesetzt, die auf der Suche nach Investoren sind. Potenzielle Investorinnen und Investoren verlangen häufig solche Unterlagen, um die Marke und das Wachstumspotenzial des Unternehmens besser beurteilen zu können.

Was gehört in ein Brand Pitch Deck?

Wir haben bereits ausführlich beschrieben, wie man ein Influencer Media Kit und Portfolio erstellt — der Designprozess für dein Brand Deck ist sehr ähnlich. 

Hier eine kurze Zusammenfassung, was in deinem Brand Deck enthalten sein sollte: 

  • Über mich: Kurze Vorstellung zu dir, deiner persönlichen Markenidentität, Social-Media-Accounts, Interessen, Fähigkeiten usw. 
  • Vorteile einer Zusammenarbeit mit dir: Hier kannst du dich selbst präsentieren. Erkläre, warum eine Zusammenarbeit für die Marke lohnenswert wäre. 
  • Reichweite und Zielgruppen-Demografie: Wer schaut deine Inhalte? Füge Angaben wie Alter, Geschlecht, Standort usw. hinzu. Je näher an der Zielgruppe der Marke, desto besser.
  • Analyse-Daten: Zeig deine Ergebnisse! Liste Kennzahlen wie Engagement-Rate, Follower-Wachstum, monatliche Besucher, Conversions etc. auf.
  • Bisherige Kooperationen/Arbeiten: Füge Videos, Blogbeiträge und Fallstudien relevanter Projekte hinzu, die du abgeschlossen hast. 
  • Preise und/oder nächste Schritte: Füge ein Preisblatt nur hinzu, wenn du bereits eine Kampagnenbeschreibung mit Zielsetzungen und Anforderungen erhalten hast. Falls nicht, erkläre die nächsten Schritte der Zusammenarbeit.
  • Kontaktinformationen: Füge deine Social-Media-Accounts, dein LinkedIn-Profil, deine E-Mail oder Telefonnummer hinzu, unter denen die Marke dich erreichen kann.

Bist du eher ein visueller Lerntyp? Dann schau dir unser Round-up 5 UGC-Beispiele, die jeder Creator im Portfolio haben sollte an und lass dich für dein Brand Deck inspirieren.

So erstellst du ein Brand Deck

Dein Brand Deck kann auf verschiedene Arten erstellt werden. Zu den üblichen Möglichkeiten gehören:

  • PowerPoint-Präsentation
  • Google Slides 
  • Canva
  • Photoshop

Meiner Meinung nach ist Canva das beste Tool, um schnell eine beeindruckende visuelle Identität zu erstellen – dank der riesigen Auswahl an Präsentationsvorlagen, darunter Pitch-Deck-Vorlagen, Media-Kits, Portfolio-Webdesigns usw. 

Du kannst sogar ein Logo entwerfen! Das ist der einfachste Weg, wenn du dich nicht als Grafikdesigner:in siehst (und es ist kostenlos!). Schau gerne bei unserem Leitfaden zu Influencer Media Kits und deren Erstellung vorbei, falls du eine schnelle Anleitung für den Umgang mit Canva brauchst.

Natürlich gibt es auch Google Slides und PowerPoint-Vorlagen, falls du lieber damit arbeiten möchtest. Egal, welches Design-Tool du verwendest – achte darauf, dass das finale Produkt als .pdf gespeichert wird, damit es auf jedem Rechner geöffnet werden kann.

Wo du Marken für Kooperationen ansprechen kannst

Ist dein Brand Deck fertig, fragst du dich sicher: Wo findest du Marken, an die du dich wenden kannst? Hier sind ein paar Wege, wie du mit Marken in Kontakt kommst und dich den richtigen Ansprechpartner:innen präsentierst:

  • LinkedIn: LinkedIn ist eine tolle Plattform, um mit Fachleuten deiner Branche in Kontakt zu treten – auch bei deinen Lieblingsmarken und -unternehmen. Du kannst gezielt nach PR- oder Marketingmanager:innen suchen und sie direkt anschreiben.
  • Instagram: Viele Marken und Firmen haben aktive Instagram-Accounts und nutzen die Plattform für den Austausch mit Influencern und Content Creators. Du kannst sie über Direktnachrichten kontaktieren oder auf ihre Beiträge kommentieren.
  • E-Mail: E-Mail ist immer noch einer der besten Wege, um Marken und Unternehmen zu erreichen. Die richtige E-Mail-Adresse zu finden, ist allerdings manchmal knifflig. Kostenlose Google Chrome-Erweiterungen wie Hunter.io helfen dir, die E-Mail des PR- oder Marketingmanagers zu finden.
@deniseseva Screenshot, falls du mit Marken zusammenarbeiten willst ✨ #microinfluencer #instagramgrowthtips#growoninstagram #socialmediagrowth #collabtips #igtips ♬ Love You So - The King Khan & BBQ Show

So schreibst du ein E-Mail-Pitch für Brand-Kooperationen

Wenn du deinen Ansprechpartner gefunden hast, ist es wichtig, dein Anschreiben zu personalisieren und so überzeugend wie möglich zu gestalten. Hier sind einige Tipps, wie du deinen Cold-E-Mail-Pitch perfektionierst:

  1. Recherchiere gründlich: Bevor du eine Marke kontaktierst, solltest du deren Zielgruppe, Werte und die Art von Inhalten, mit denen sie normalerweise zusammenarbeiten, genau kennen. So kannst du dein Anschreiben individuell anpassen und deine Erfolgschancen erhöhen.
  1. Individualisiere dein Anschreiben: Sende niemals eine offensichtlich kopierte und eingefügte Nachricht. Nimm dir die Zeit, jede E-Mail auf das jeweilige Unternehmen zuzuschneiden. Nenne konkrete Beispiele, wie deine Inhalte mit deren Mission und Werten übereinstimmen.
  1. Verzichte auf Anhänge und Links: Um zu vermeiden, dass deine erste E-Mail im Spam-Ordner landet, solltest du im Erstkontakt auf Anhänge und Links (z.B. zu deinem Brand Deck) verzichten, da diese häufig als Spam markiert werden. 
  1. Sei direkt und auf den Punkt: Halte dein Anschreiben kurz und bündig und gehe direkt auf die Bedürfnisse der Marke ein. Füge einen klaren Call-to-Action hinzu, zum Beispiel die Einladung zu einem Telefonat, um Details zu besprechen.

Beispiel-Vorlage für eine Kaltakquise-E-Mail von Freelance Creators

Betreff: [Dein Name] – [Deine Brand] – [Art der Zusammenarbeit]

Sehr geehrte/r [Markenname],

Mein Name ist [Dein Name] und ich bin Gründer/in von [Deine Brand]. Ich bin auf Ihre Marke aufmerksam geworden und bin beeindruckt von der Qualität Ihrer Inhalte und Ihrem Engagement für [Nische/Mission der Marke].

Als Content Creator im Bereich [deine Nische] bin ich überzeugt davon, dass meine Fähigkeiten und Erfahrungen Ihrer Marke zusätzlichen Mehrwert bieten und helfen können, Ihre Zielgruppe zu erreichen. Für [Vergangene Kunden] habe ich bereits großartige Inhalte erstellt und bin sicher, dass ich das auch für Ihre Marke umsetzen kann.

Gerne würde ich näher besprechen, ob und wie eine Zusammenarbeit im Bereich [Art der Zusammenarbeit] aussehen könnte und welchen Nutzen meine Inhalte für Ihre Marke haben. Lassen Sie mich wissen, ob Sie Interesse an einem Telefonat oder Austausch haben.

Vielen Dank für Ihre Zeit und Ihr Interesse.

Beste Grüße,

[Dein Name]

Jetzt heißt es: Ran an die Tastatur, los geht’s! 

Mit deinem Brand Deck (oder Media Kit, Portfolio oder Pitch Deck) bereit, ist es an der Zeit, das Impostor-Syndrom hinter dir zu lassen und aktiv auf Marken zuzugehen. Erfolgreiche Freelancer pitchen wöchentlich bei 10–20 Marken, also leg los! 

Denke daran: Es braucht Zeit und Durchhaltevermögen, um bezahlte Kooperationen zu gewinnen. Sei also nicht entmutigt, wenn die ersten Pitches keine Zusage bringen. Arbeite stetig an deinem Anschreiben weiter – irgendwann findest du die perfekte Zusammenarbeit für deine Fähigkeiten.

Du kannst dir auch unsere Liste der Besten Media Kit Beispiele 2023 anschauen, wenn du noch etwas mehr Inspiration vor deinem Pitch brauchst.

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Francois Marchand

Francois Marchand ist Content-Stratege und Redakteur bei Indie Media Club. Er setzt sich leidenschaftlich dafür ein, Geschäftsführenden, Medienmachenden und digitalen Marketingfachleuten dabei zu helfen, ihre Fähigkeiten zu erweitern, um der Konkurrenz immer einen Schritt voraus zu sein. Francois hat einen Bachelor of Arts mit Spezialisierung auf Kommunikationswissenschaft und Journalismus der Concordia University (Montreal, QC) sowie über 20 Jahre Erfahrung in Marketing, E-Commerce, traditioneller & digitaler Medienarbeit und Öffentlichkeitsarbeit, unter anderem bei The Vancouver Sun, The Province, National Post, CBC/Radio-Canada, Unbounce und der Vancouver Film School.