Ben spricht mit Deacon Hayes über Modelle zur Monetarisierung von Websites, die Diversifizierung von Einnahmequellen und die Skalierung der Content-Produktion. Höre dir die Folge hier an!
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Ben Aston
Willkommen zum Indie Media Club Podcast, ich bin Ben Aston, Gründer des Indie Media Clubs. Unser Ziel ist es, unabhängige, bootstrappende Medienunternehmer:innen zu unterstützen – Menschen, die Inhalte erstellen, verbreiten und darüber Einnahmen erzielen. Wir helfen dir, das besser zu machen. Schau auf indiemedia.club vorbei, um mehr zu erfahren.
Heute habe ich Deacon Hayes zu Gast. Deacon ist Finanzplaner, der zum Autor wurde und auf seinem Weg eine Website gründete: WellKeptWallet.com. Er hat eine riesige Anhängerschaft aufgebaut, mit der Mission, das Leben der Menschen durch finanzielle Bildung zu verändern.
Hör weiter zu, um heute zu erfahren, wie du dein persönliches Fachwissen nutzt, um umsatzbringende Inhalte und Community aufzubauen.
Hey, Deacon, vielen Dank, dass du heute dabei bist.
Deacon Hayes
Hi Ben, danke, dass ich da sein darf.
Ben Aston
Lass uns zum Anfang zurückgehen, dorthin, wo alles began – zu der Website, die du gestartet hast: wellkeptwallet.com. Du warst Finanzberater. Aber was war der Moment, in dem du dachtest: Hey, das könnte mehr als nur persönliche Beratung für Einzelne sein – das könnte eine richtige Website werden? Was war für dich dieser Auslöser?
Deacon Hayes
Eigentlich waren es meine Frau und ich, als wir geheiratet haben und feststellten, dass wir Schulden hatten. Wir hatten 52.000 Dollar Konsumentenschulden und stellten fest: Wir haben ein negatives Nettovermögen und stehen erst am Anfang unseres Lebens. Well Kept Wallet war dann eine Möglichkeit, zu teilen, wie wir die Schulden abbezahlt haben – und plötzlich wurde uns klar: Wir können damit Menschen erreichen und erklären, wie sie Geld sparen, mehr verdienen und ihre Schulden tilgen können. Letztlich war es also unsere Heirat, das Aufschreiben unserer Finanzen auf Papier und dieses Gefühl: Wir müssen etwas gegen die Schulden machen – und zwar schnell.
Ben Aston
Hattest du damals schon die Idee, dass die Seite einmal ein neues Einkommen für dich bringen könnte? Oder war das eher Zufall und irgendwann bemerktest du: Hey, wir verdienen damit tatsächlich Geld?
Deacon Hayes
Eigentlich wusste ich nicht einmal, was ein Blog ist. Ich habe einfach beschlossen: Ich erstelle diese Website, ich wollte schon immer mal eine Website bauen. Ich habe in vielem herumprobiert, aber nie Erfolg gehabt. Es war am Anfang einfach nur mein Interesse – ich hatte keinen Plan, Geld damit zu verdienen. Erst später wurde mir klar, dass daraus wirklich etwas werden könnte.
Ben Aston
Dann hast du angefangen, Inhalte zu erstellen, diese auf der Website zu veröffentlichen und dann auch Einnahmen erzielt. Was waren denn zunächst deine Einnahmequellen?
Deacon Hayes
Das war spannend! Damals hatte ich einen Kumpel, der in einer Marketingfirma arbeitete. Der meinte, dass ein Kunde – eine Versicherung aus den USA – gerne auf meiner Seite werben würde. Er bot 150 Dollar für drei Monate oder so an. Ich hatte zu der Zeit praktisch keine Besucher, vielleicht 10. Trotzdem: 150 Dollar nur dafür, dass ich etwas in die Sidebar stelle! So habe ich gemerkt, dass man wirklich Geld damit verdienen kann. Dann bin ich auf AdSense gestoßen – Googles Möglichkeit, Werbung als kleiner Publisher easy einzubauen. Da verdiente ich Centbeträge, vielleicht einige Dollar pro Monat. Aber dann kam ein richtiger Kracher: Ich konnte in einem lokalen TV-Nachrichten-Feature auftreten, in dem sie über unser Schuldenabbau-Projekt und mein eigens entwickeltes Finanzplan-Formular berichteten. Die Leute konnten dieses Formular dann auf wellkeptwallet.com herunterladen. Was ich nicht wusste: Es lief in den USA landesweit auf Fox. Plötzlich strömten jede Menge Besucher auf meine Seite, um meinen Finanzplan herunterzuladen – und ich machte in nur wenigen Tagen 3.000 Dollar Umsatz! Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich 150 Dollar mit Werbung verdient und Centbeträge mit Adsense. Das hat mir die Augen geöffnet, welches Potenzial da drin steckt.
Ben Aston
Das ist eine spannende Entwicklung – von wenigen zu vielen Besuchern. War das nur ein einmaliger Spike oder hat es dir langfristig mehr Reichweite gebracht? Hast du über mehr solche PR-Aktionen den Traffic aufgebaut?
Deacon Hayes
Tatsächlich bekommt man durch PR eben diesen einmaligen Besucheranstieg, aber dann ebbt das wieder ab. Also habe ich mehr PR gemacht, aber das Muster blieb immer gleich: Viele Besucher, dann verschwinden sie wieder. Erst durch E-Mail-Marketing konnte ich E-Mails einsammeln, eine Community aufbauen und die Leute zum Wiederkommen bewegen. Aber ich wollte noch mehr stetigen Traffic – und PR reichte dafür nicht aus. Deshalb habe ich mich tiefer mit Suchmaschinenoptimierung befasst. Das hat bei uns letztlich die Reichweite richtig angekurbelt.
Ben Aston
Kommen wir zum großen Ganzen: Was motiviert dich morgens aufzustehen und weiterzumachen?
Deacon Hayes
Anfangs ging es natürlich um persönliche Finanzen, aber inzwischen begeistert mich grundsätzlich, Menschen auf ihrem Weg zu unterstützen. Well Kept Wallet ist zwar die Hauptseite, aber ich betreibe mehrere Websites. Es geht mir darum, tolle Inhalte zu schaffen, die Menschen helfen, bessere Entscheidungen zu treffen und dadurch ein besseres Leben zu führen. Beispielsweise Wege zum Geldsparen, mehr Einkommen oder das schnelle Begleichen von Schulden – das begeistert mich, weil es das Leben verbessert.
Ben Aston
Zurück zu deiner Strategie für Sichtbarkeit und Umsätze durch Display-Ads – gleich reden wir über verschiedene Monetarisierungsmodelle. Du hast erwähnt, PR bringt Spitzen, aber SEO sorgt für Kontinuität. Erzähl mal, welche Herangehensweise hast du beim Entwickeln von Content für SEO?
Deacon Hayes
Das hat sich im Lauf der Jahre stark verändert. Am Anfang ging es darum, Hauptthemen zu definieren, etwa Geld verdienen, sparen und Schulden abbauen. Dann habe ich überlegt, welche Inhalte für jede Kategorie notwendig sind. Wenn es ums Geldverdienen geht: Viele wollen nebenher verdienen, von zu Hause aus, altersübergreifend – für Kids, Teenager, Studierende, Erwachsene. Also haben wir umfangreiche Inhalte rund um „Wie verdiene ich Geld?“ geschrieben. Für das `Sparen` gibt es Maßnahmen wie Stromkosten senken oder günstigeres Autoversichern. Alles nach dem Prinzip: Was suchen die Menschen, was passt zu unserer Mission und wo können wir guten Content schaffen? Natürlich nutzen wir Recherche-Tools wie den Google Ads Planner (kostenlos für Suchvolumen), Ahrefs, SEMrush etc. Wir schauen, wonach gesucht wird, ob es ins Konzept passt, und dann schreiben wir den Artikel.
Ben Aston
Du veröffentlichst den Content, Leute finden dich über Google. Aber wie baust du die Community auf? Ich habe auf Facebook gesehen, ihr habt zigtausend Follower. Wie wird aus dem Besucher ein Teil deiner Community?
Deacon Hayes
Das hat sich ebenfalls gewandelt. Aktuell haben wir eine Sequenz namens „Thousand Dollar Savings Challenge“ auf Exit-Intent. Kommt jemand auf die Seite und will wegklicken, erscheint ein Popup (soweit ich weiß nur am Desktop). Dort wird zur Facebookgruppe eingeladen, die sich um diese Spar-Challenge dreht. So wollen wir erreichen, dass viele gemeinsam das Ziel erreichen, ihre Finanzen zu verbessern. Das ist unser heutiges System. Früher führten wir zu unserer Facebook-Seite, aber Gruppen funktionieren viel besser für Engagement.
Ben Aston
Was geschieht mit denen, die dann in der Gruppe oder auf der Seite sind? Wie hilft dir das, Umsatz zu generieren oder die Community zu stärken?
Deacon Hayes
Das Thema Umsatz ist dort noch offen. Hauptsächlich geht es um direkten Austausch und Motivation: Zum Beispiel ermutigen wir, wöchentlich die Ersparnisse zu melden, kleine Sparchallenges umzusetzen („Findest du eine alte Geschenkkarte? Nutze sie statt Bargeld für das Abendessen“). Wir teilen auch Artikel in der Gruppe, die wiederum Werbung oder Affiliate-Partner enthalten. Letztlich ist das unsere Social-Media-Strategie – ein kleiner Teil von allem, aber so läuft es aktuell.
Ben Aston
Also setzt du vor allem auf Affiliate-Links und Display-Ads, oder?
Deacon Hayes
Genau. Früher haben wir Sponsored Content gemacht, aber das lassen wir seit etwa ein bis zwei Jahren.
Ben Aston
Erzähl gerne mehr zu diesen beiden Modellen: Was findest du daran gut oder auch nicht? Warum hast du andere Modelle aufgegeben – und wie wirkt sich das auf die Zukunft aus?
Deacon Hayes
Im Idealfall läuft alles über Affiliate-Partnerschaften mit Marken, an die ich glaube: Können wir Traffic zu denen leiten, ist das ein Gewinn für alle Seiten. Der Kunde bekommt einen guten Service oder ein gutes Produkt, die Marke einen Kunden und wir eine Provision. Display-Ads nutze ich dort, wo sich Monetarisierung anders nicht lohnt. Leider hat man dort weniger Kontrolle und die User Experience leidet, wobei wir beispielsweise Banner reduzieren und keine Leaderboard-Ads anzeigen, um das Erlebnis angenehm zu halten. Wirklich vorrangig will ich Affiliates ausbauen und Display-Ads zurückfahren. Sponsored Content macht mir keinen Spaß, weil die Marken bestimmen wollen, was, wie und wo veröffentlicht wird – das passt für mich nicht. Ich schreibe für die Leser, nicht für Marken, also war das langfristig nichts für mich.
Ben Aston
Hast du schon probiert, die Community direkt zu monetarisieren, z.B. durch digitale Produkte?
Deacon Hayes
Ja, das habe ich, mit gemischtem Erfolg. Ich habe einen Kurs namens „Schuldenfrei in 18 Monaten“ entwickelt, in dem ich erkläre, wie wir unsere Schulden abgebaut haben und wie sich smarte Ziele setzen lassen – jeder kann sein eigenes Ziel wählen, egal ob 6, 12 oder 24 Monate. Außerdem hatte ich ein „Tripwire“-Produkt: „Wie spare ich 250 Dollar pro Monat“ (also 3.000 Dollar pro Jahr) – für 7 Dollar gab‘s diese Anleitung. Das lief recht gut. Aber: Damit entstehen auch viele Serviceaufgaben (Zugänge, Support etc.). Auch wenn bisher alle zufrieden waren – es ist einfach aufwändiger, komplexer und für mich ist ein einfaches, geradliniges Geschäftsmodell attraktiver. Deshalb habe ich das zurückgefahren.
Ben Aston
Stichwort Einfachheit: Du hast auf deiner About-Seite viele Teammitglieder, die am Erfolg mitwirken. Wie hast du das Team aufgebaut und die Aufgaben verteilt? Wie hat sich das im Laufe der Zeit verändert?
Deacon Hayes
Als erstes habe ich eine Redakteurin eingestellt, weil ich selbst kein besonders guter Schreiber bin. Ich habe jemanden gesucht, der ähnliche Werte hat und Content verfasst – Laurie arbeitet jetzt seit etwa acht Jahren für mich. Anfangs gab es Festpreise pro Artikel, inzwischen zahlen wir pro Wort (zwischen 10 und 20 Cent je nach Erfahrung). Dann kam ein zweiter Autor dazu, danach eine Kollegin als Koordinatorin/Redaktionsleitung, die auch Grafik und andere Bereiche übernahm. Inzwischen verwalten wir das alles via Asana: Artikelthemen, Deadlines, Redaktion, Grafik und Veröffentlichung laufen getaktet. Heute koordiniert eine neue Leiterin, Julie, alles im Team. So läuft das Content-Produktionssystem bei uns.
Ben Aston
Hast du einen Überblick, wie viel dich ein Artikel von der Idee bis zur Veröffentlichung kostet?
Deacon Hayes
Ja – früher habe ich das wegen Sponsored Posts genau kalkuliert. Marken wollten z.B., dass ich für 500 Dollar einen Artikel veröffentliche, aber alleine der Text kostet bei 2.000 Wörtern (20 Cent/Wort) schon 400 Dollar. Dann kommen Redaktion, Grafik, SEO, Management und Hosting dazu. Insgesamt liegen wir bei 500 bis 1.000 Dollar pro Artikel – das ist viel, aber eben auch notwendig im Bereich Finanzen („Your Money or Your Life/YMYL“): Google erwartet Experten mit nachgewiesener Erfahrung (z.B. lizenzierter Makler für Immobilienthemen), sonst ranken die Inhalte nicht. Es ist teurer, aber lohnt sich.
Ben Aston
Wie kalkulierst du den ROI pro Artikel? Laufen diese Berechnungen grob pro Jahr oder trackst du auf Post-Ebene?
Deacon Hayes
Ich rechne einfach mit dem RPM (Revenue per Mille, Einnahmen pro 1.000 Besucher) unseres Ad-Netzwerks. Angenommen, der liegt bei 10 $ und ein Artikel bringt 10.000 Besucher im Monat, dann sind das 100 $ pro Monat. Nach sechs Monaten hätte sich ein 600 $ teurer Artikel amortisiert. Das ist so meine Faustregel: Nach sechs Monaten sollte er sich rechnen. Bei Lieblingsthemen gebe ich auch mal zwölf oder 18 Monate, aber generell ist das meine Methode.
Ben Aston
Wie haben sich deine RPMs über die Zeit verändert, und welche Rolle spielen Video-Ads dabei?
Deacon Hayes
Ich nutze gar keine Video-Ads, obwohl mein Ad-Netzwerk das gerne hätte. Mir ist die Nutzererfahrung zu wichtig – ich mag keine Popups und Autoplay-Videos. Die Umstellung von Adsense zu Mediavine hat aber für einen großen Sprung gesorgt, weil Mediavine 90 % der Einnahmen ausschüttet. Im Finanzbereich liegen unsere RPMs meist zwischen 15 und 20, wobei andere Domains (zum Beispiel im Couponbereich) deutlich weniger bringen.
Deacon Hayes
Daher gibt es dort einen niedrigeren RPM.
Ben Aston
Lass uns zum Ausblick kommen: Du hast weitere Seiten neben Well Kept Wallet und auch ein Buch („You Can Retire Early“) geschrieben. Wie kam das Buch zustande und wie entwickelt sich das?
Deacon Hayes
Ein Freund von mir, selbst Autor, hat mir damals einen Kontakt zu einem Verlag vermittelt. Der Verlag wollte ein Buch zum Thema haben, mein Kumpel selbst hatte aber kein Interesse, also habe ich das übernommen. Ich wollte den Menschen ein anderes Bild vom „frühen Ruhestand“ vermitteln – eigentlich geht es ums Erreichen finanzieller Freiheit, nicht ums Nichtstun. Ich zeige im Buch Wege zur finanziellen Unabhängigkeit durch Unternehmertum, Aktien und Immobilien. Wer möchte, kann mit dieser Freiheit fünf Stunden pro Woche arbeiten, gemeinnützig tätig sein oder sich frei entscheiden. Genau darum geht es im Buch: finanzielle Unabhängigkeit und praktische Wege dorthin. Das war für mich eine spannende Chance, meinen Ansatz zu erläutern.
Ben Aston
Welche Hebel sind aus deiner Sicht am wichtigsten, um finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen? Was hat für dich am meisten Unterschied gemacht?
Deacon Hayes
Das Wichtigste ist aus meiner Sicht die Einkommensseite. Viele in der FIRE-Bewegung (Financial Independence, Retire Early) setzen beim Sparen an – aber das ist Begrenzung. Ich denke mehr in Chancen: Wie kann ich neue Einnahmequellen aufbauen? Wir haben z.B. Dinge auf Flohmärkten günstig gekauft und mit Gewinn auf eBay/Amazon verkauft. Oder ich habe abends Pizza ausgeliefert – um alles zu tun, möglichst viele Erwerbsquellen aufzubauen. Später habe ich Websites erstellt – mein erster Auftrag waren 1.200 Dollar, nachdem ich einfach mal recherchiert habe, was man verlangen kann. Mit wachsender Erfahrung stieg mein Stundenwert, und ich nutzte Chancen, statt nur zu sparen. Wer finanzielle Unabhängigkeit sucht, muss in der Regel zusätzliche Einkommensquellen neben dem Hauptjob erschließen.
Ben Aston
Das klingt nach viel „Hustle“ (im positiven Sinne) und Skillaufbau… Was ist dein weiteres Ziel mit deinen Websites? Wo willst du hin?
Deacon Hayes
Ich bin da noch auf der Suche und probiere Verschiedenes aus. Mich reizt das Wachstum verschiedener „Digital Properties“. Klassisch baut man Immobilien und vermietet sie, ich sehe Websites als digitales Immobilienportfolio – im Bereich Finanzen, Mental Health, Elektronik etc. Ich will Systeme und Prozesse aufbauen, die ich dann in verschiedenen Verticals anwenden kann. So kann ich skalieren und in mehreren Nischen helfen.
Ben Aston
Was ist aktuell schwierig für dich – vor welchen Herausforderungen stehst du gerade?
Deacon Hayes
Ich bin nicht perfekt: Ich habe auch schon Websites gekauft, die sich nicht wie erhofft entwickelten. Dabei habe ich gelernt, dass es viel ausprobieren und Feintuning braucht – es gibt kein Patentrezept, das überall funktioniert. Inzwischen habe ich klare Kriterien, worauf ich beim Kauf achte und wie ich Werte bestimme. Was in einem Bereich klappt, funktioniert nicht automatisch in einer anderen Nische. Man lernt ständig dazu.
Ben Aston
Welche Meilensteine hast du dir für deine Website-Projekte gesetzt?
Deacon Hayes
Ich hatte immer die Idee: 10 Websites, die jeweils eine Million Dollar Umsatz machen, also zusammen 10 Millionen im Jahr. Geld ist mittlerweile weniger mein Hauptantrieb, wichtiger ist die Reichweite: Wie viele Menschen können wir erreichen? Zehn Seiten mit jeweils einer Million Besuchern monatlich wäre ein tolles Ziel. Well Kept Wallet hat das teilweise schon erreicht. Entscheidend für mich ist, möglichst viele Menschen hochwertig zu erreichen und zu unterstützen.
Ben Aston
Ein Ziel über reinen Umsatz hinaus zu haben finde ich klasse – wie man Gutes in die Welt bringt, ist eine echte Motivation. Kommen wir zum Schluss zu einer kurzen Schnellfragerunde: Was war der beste Ratschlag, den du je erhalten hast?
Deacon Hayes
Diversifikation – nie alles auf eine Karte setzen. Es gibt so viele Möglichkeiten und es macht Sinn, verschiedene Einkommensströme zu schaffen. Wenn eines wegfällt, hat man Alternativen. Ich habe daraus gelernt, zu experimentieren und aus Fehlern zu lernen.
Ben Aston
Welche persönliche Gewohnheit hat am meisten zu deinem Erfolg beigetragen?
Deacon Hayes
Ich stehe nicht als „5-Uhr-morgens“-Typ auf, aber ich lerne gerne: Bücher, Hörbücher, YouTube, Podcasts. Der Wille, ständig zu lernen und mich zu verbessern, ist meine wichtigste Gewohnheit. Wie Abraham Lincoln sagte: „Ich will besser sein als gestern“. Das nehme ich mir zu Herzen.
Ben Aston
Gibt es ein Tool oder eine Ressource, die du besonders empfiehlst?
Deacon Hayes
Kein spezifisches Tool, aber das Buch „The One Thing“ von Gary Keller war für mich prägend. Es vermittelt den Fokus auf die wichtigste Aufgabe – das hat mich enorm weitergebracht. Gerade als Unternehmer wird man schnell von zu vielen Aufgaben überwältigt, aber oft reicht es, an EINEM Hebel zu ziehen.
Ben Aston
Welchen Tipp hast du für Leute, die gerade mit ihrem digitalen Medienprojekt starten?
Deacon Hayes
Ein starkes „Warum“. Es läuft selten alles glatt, aber das Warum trägt dich. Zum Beispiel: Du willst einen Auto-Blog starten, weil dich Autos faszinieren und du DIY-Videos machen willst. Dieses persönliche Motiv hilft, auch durchzuhalten, wenn anfangs keine Einnahmen kommen.
Ben Aston
Wo findet man mehr über dich? Wir haben WellKeptWallet.com erwähnt – gibt es sonst noch Kanäle?
Deacon Hayes
Am besten auf wellkeptwallet.com und auf Twitter unter @deaconhayes.
Ben Aston
Danke, dass du heute dabei warst, Deacon!
Deacon Hayes
Vielen Dank, Ben.
Ben Aston
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