Skip to main content

Es steht außer Frage: Influencer jeder Größe sind heiß begehrt und 93 % der Marketer haben bereits irgendeine Form von Influencer-Marketing eingesetzt. Egal, welcher Influencer-Kategorie du angehörst – ein gut gestaltetes Influencer Media Kit ist unerlässlich, um deine Traum-Kooperationen an Land zu ziehen.

Ich weiß schon, was du denkst: „Bin ich überhaupt einflussreich genug, um ein Influencer Media Kit zu brauchen?“ 

Hier kommt die harte, aber Mut machende Wahrheit: Mikro-Influencer, also Menschen mit 5.000 bis 20.000 Followern, machen 47 % aller Influencer aus. Genau – fast die Hälfte aller Influencer haben keine riesige Community. 

Je weiter man die Follower-Skala hinuntergeht, desto höher ist die Engagement-Rate. Mikro-Influencer und Nano-Influencer (mit weniger als 5.000 Followern) erzielen die höchsten Engagement-Werte. 

Die Antwort ist also ein klares Ja. Egal, ob du neu in der Welt des Influencer-Marketings bist oder bereits ein Profi mit vielen Kooperationen – ein aktuelles Media Kit solltest du immer haben.

Dieser Artikel zeigt dir, wie du ein Influencer Media Kit erstellst. Am Ende dieser Anleitung hältst du ein Media Kit in der Hand, das deine Fähigkeiten als Creator optimal präsentiert und dir das nötige Selbstbewusstsein gibt, noch ambitionierter auf Marken zuzugehen! 

shoppersbeauty insta screenshot
Ein Influencer Media Kit ist entscheidend, um Kooperations-Deals mit Marken zu bekommen – wie hier zwischen Mikro-Influencerin @kennedybrownbeauty und Shoppers Drug Mart.

Was ist ein Influencer Media Kit?

Ein Media Kit ist wie dein Influencer-Lebenslauf. Wenn eine Marke Interesse an einer Zusammenarbeit oder Partnerschaft hat, fragt sie nach deinem Influencer Media Kit – so wie ein potenzieller Arbeitgeber nach deinem Lebenslauf fragen würde. 

Wichtig zu wissen: Influencer Media Kits werden unterschiedlich benannt. Manchmal fragt eine Marke auch nach einem Creator Media Kit oder nach deinem Portfolio. Keine Panik – sie meinen alle dasselbe und die Inhalte sollten immer ähnlich sein.

Dein Influencer Media Kit (oder Portfolio) sollte deine besten und relevantesten Projekte enthalten, darunter:

  • Videos, Bilder und andere visuelle Beispiele deiner erstellten Inhalte.
  • Analysen zu deiner Zielgruppe, Reichweite und deinem Engagement.
  • Die besonderen Erfahrungen und den Mehrwert, den du potenziellen Markenpartnern bieten kannst.
  • Ergebnisse und Beispiele aus vergangenen Kooperationen (soweit vorhanden).

Online-Creator arbeiten mit Media Kits – egal ob Publisher, Blogger, Instagram-Influencer, YouTuber oder sogar Betreiber von Meme-Accounts. 

Ist ein Media Kit dasselbe wie ein Pressekit?

Diese Begriffe werden oft synonym genutzt, unterscheiden sich aber in ihrer Bedeutung.

Media Kits helfen dir, neue Partnerschaften aufzubauen, indem sie einen umfassenden Überblick über deine Zielgruppe, Reichweite und Content-Style geben. Marketer nutzen diese Infos, um zu prüfen, ob deine Community und deine Skills zu ihren Kampagnenzielen passen.

Im Gegensatz dazu ist ein Pressekit ein Informationspaket für Medienschaffende. Presse-Kits werden für Produktlaunches, besondere Events oder andere Ankündigungen erstellt, die für eine bestimmte Zielgruppe oder die breite Öffentlichkeit interessant sein könnten. Das Kit liefert Journalist*innen und anderen Medien alle wichtigen Infos, um einen Artikel zu schreiben.

Der Zweck eines Influencer Media Kits

Mit deinem Media Kit zeigst du, warum du für Marketingbudgets in Frage kommst – sei es wegen deiner Zielgruppe, deines Content-Stils oder deiner Erfahrung auf einer bestimmten Social-Media-Plattform. Letztlich ist dein Media Kit ein sanfter Start für dein Können als Influencer*in. 

Bevor du deren Zielgruppe überzeugst, musst du zunächst die Marken selbst von dir überzeugen. Nimm Kontakt auf und sende dein Media Kit, sobald du eine Beziehung aufgebaut hast. 

Discover how to create better content and communities.

Discover how to create better content and communities.

This field is for validation purposes and should be left unchanged.
By submitting this form, you agree to receive our newsletter, and occasional emails related to Indie Media Club. You can unsubscribe at any time. For more details, please review our Privacy Policy.

Das gehört in dein Influencer Media Kit

Jede*r Influencer*in hat individuelle Ziele, dennoch suchen Marken für Kooperationen meist nach denselben Informationen. 

Je professioneller und kreativer dein digitales Portfolio aussieht, desto mehr Vertrauen wirkt es auf potenzielle Markenpartner. Beim Aufbau deines Media Kits hast du viel kreativen Spielraum – es kommt ganz darauf an, was du anbieten möchtest. Hier bist du der Star, und dein Kit sollte das widerspiegeln, was deine Community begeistert.

Im Folgenden findest du die wichtigsten Grundlagen, damit du mit deinem Media Kit direkt auffällst. Damit hebst du dich von der Konkurrenz ab und beschleunigst den Prozess der Zusammenarbeit. 

Über mich-Abschnitt („Lerne den Creator kennen“)

Der Abschnitt "Über mich" sollte einen schnellen Überblick darüber geben, wer Sie sind und worum es bei Ihnen geht. Geben Sie Ihre Nische, Ihre Fachgebiete und Ihre Motivation für Content-Erstellung und Influencing an. 

Denken Sie daran, dass dieser Abschnitt zwar über Sie ist, aber nicht für Sie. Passen Sie diesen Abschnitt auf Ihre potenziellen Auftraggeber und deren Zielbranche und -nische an. Die beste Möglichkeit, dies zu tun, ist, die folgende Frage zu beantworten: „Was definiert Ihre persönliche Marke, und wie profitieren Markenpartnerschaften davon?“ 

Informationen, nach denen Marken suchen, sind unter anderem:

  • Ihr Herkunftsland 
  • Ihr Alter
  • Ihre Hobbys und Leidenschaften
  • Ihre Erfahrung mit der Content-Erstellung
about page screenshot
Ein Beispiel aus der Praxis, wie ein ausgefüllter „Über mich“-Abschnitt aussehen kann – direkt aus meinem Portfolio!

Beispiele bisheriger Arbeiten

Kommen wir nun zum Content. Präsentieren Sie Ihre besten Fotos, Videos oder Blogartikel und nennen Sie die Plattformen und sozialen Netzwerke, auf denen Sie Inhalte erstellen (Instagram, YouTube, TikTok usw.). Vergessen Sie nicht, auch auf die Art der von Ihnen produzierten Inhalte einzugehen, z. B. Produktbewertungen, Tutorials oder Lifestyle-Content. Marken wollen sehen, wer Sie sind – geben Sie ihnen einen Vorgeschmack!

Halten Sie Ihre Content-Beispiele möglichst relevant für Ihren Wunschkunden und schauen Sie sich an, was die Marke aktuell auf ihren sozialen Kanälen veröffentlicht. So bekommen Sie ein gutes Gefühl dafür, welcher Content-Stil gewünscht wird. 

Um die Erfahrung der Zusammenarbeit mit Ihnen zu verkaufen, fügen Sie, wenn vorhanden, einige Testimonials von früheren Sponsorings ein.

Michelle Leighton

Heißer Tipp

User-generated content (UGC) ist sehr gefragt. Im Jahr 2023 empfehle ich, Beispiele für UGC in Ihr Media Kit aufzunehmen – insbesondere, wenn Sie für TikTok und Instagram Beiträge erstellen.

Publikumsgröße und Demografie

Ihre Zielgruppendemografie, wie zum Beispiel Altersgruppe und Standort, ist der beste Weg für potenzielle Auftraggeber zu verstehen, wer Ihre gesponserten Beiträge sieht, mit ihnen interagiert und konvertiert. In diesem Abschnitt können Sie auch die Größe Ihrer Zielgruppe angeben – aber denken Sie daran, dass Followerzahlen nicht alles sind. Marken erkennen mittlerweile, dass es wichtiger ist, ihr Produkt den richtigen Personen zu zeigen, als einfach möglichst viele zu erreichen. 

Seien Sie konkret hinsichtlich Zahl und Demografie und achten Sie darauf, dass Ihre Angaben möglichst aktuell sind. Detaillieren Sie die Struktur Ihrer Zielgruppe, zum Beispiel: 

  • Geschlecht
  • Altersspanne 
  • Top-Land, Stadt oder Region 
  • Sprache 
  • Allgemeine Interessen
key analytics screenshot
Wichtige Analysedaten im Media Kit zu präsentieren, ist eine fantastische Möglichkeit, Marken zu zeigen, wie ihre Inhalte unter Ihrer Leitung performen können.

Weitere Analyse-Daten 

Ein essenzieller Bestandteil des Social Media Marketings ist die Auswertung von Analysedaten und Kennzahlen. Social Media Analytics sind wie das Zeugnis Ihrer Social-Media-Kanäle. 

Sie zeigen, wie erfolgreich Ihre Inhalte sind und wie stark Ihr Publikum engagiert ist. Diese Daten können umfassen:

  • Ihre Engagement-Rate (Likes, Kommentare, Shares)
  • Wie viele Aufrufe oder Seitenaufrufe Ihre Inhalte erhalten
  • Woher Ihr Traffic kommt
  • Wie viel organischen Traffic Sie bekommen
  • Wie viel bezahlten Traffic Sie bekommen
  • Ihre Absprungrate
  • Einzigartige Besucher vs. wiederkehrende Besucher
  • Wie lange Nutzer Ihre Inhalte lesen oder ansehen

Wenn Sie diese Informationen in Ihr Influencer Media Kit aufnehmen, erhalten Marken einen klaren Überblick darüber, wie groß Ihre Reichweite ist und wie engagiert Ihr Publikum ist. Das ist wichtig für Marken, um das Potenzial einer Zusammenarbeit oder Kampagne mit Ihnen einschätzen zu können.

Kontaktinformationen

Vergessen Sie zum Schluss nicht, Ihre Kontaktdaten anzugeben! Fügen Sie Ihren vollständigen Namen, Ihre E-Mail-Adresse und Ihre Telefonnummer hinzu. Es ist auch sinnvoll, Ihren Standort aufzuführen, da es für Marken hilfreich sein kann zu wissen, wo Sie ansässig sind. 

Neben Ihren persönlichen Kontaktdaten sollten Sie auch einen Link zu Ihrer Website oder Ihrem Blog (falls vorhanden) sowie Links zu Ihren Social-Media-Profilen hinzufügen. So haben Marken verschiedene Möglichkeiten, Sie zu erreichen, und können sich problemlos weiter über Sie und Ihre Inhalte informieren.

Sollte ich meine Preise im Influencer Media Kit angeben?

Das mag vielleicht umstritten sein, aber mein Rat ist, Ihre Preise aus dem Influencer Media Kit herauszulassen.

Ich kann nicht genug betonen, wie wichtig es ist, seinen eigenen Wert als Social-Media-Influencer und Content Creator zu kennen. Wenn Sie eine standardisierte Preisliste in Ihr Influencer Media Kit aufnehmen, garantiere ich Ihnen, dass Sie Hunderte (wenn nicht Tausende) von Dollar verschenken, weil Sie Ihre Verhandlungsmöglichkeiten einschränken.

Ein Beispiel: Sie nehmen Kontakt zu einer Marke auf, und diese bittet Sie um Ihr Media Kit. Sie wissen zu diesem Zeitpunkt nichts über die Ziele der Kampagne, aber in Ihrem Media Kit steht der Preis für einen TikTok-Post mit 300 $. 

Was ist, wenn die Marke ein Influencer-Marketing-Budget von 1.000 $ pro Video hat? Was ist, wenn sie einen langwierigen Überprüfungs- und Freigabeprozess hat? Und ganz zu schweigen von Lizenzgebühren, Nutzungsrechten und Tantiemen.

Ohne diese Informationen von der Marke wissen Sie nicht, ob Sie einen fairen Preis verlangen. Setzen Sie keine Erwartungen an den Wert Ihrer Arbeit, bevor Sie den Umfang des Projekts verstanden haben. 

Bieten Sie stattdessen an, eine separate Preisliste zuzusenden, die explizit auf die Anforderungen der Kampagne zugeschnitten ist. Dafür sollten Sie folgende Fragen stellen: 

  • Wie viele Inhalte (Deliverables) werden benötigt? 
  • Bis wann müssen die Deliverables fertiggestellt werden? (Ist das für Sie realistisch?)
  • Werden die Inhalte für bezahlte oder organische Beiträge verwendet? 
  • Wenn der Beitrag gesponsert ist, über welchen Zeitraum?
  • Werden diese Inhalte auf Ihren eigenen Konten, auf den Markenkonten oder auf beiden veröffentlicht?
  • Wie hoch ist das Budget für die Kampagne? 

So erstellen Sie Ihr Influencer Media Kit 

Ein einfacher Weg, mit Ihrem Influencer Media Kit zu beginnen, ist der Download unserer kostenlosen Media Kit Vorlage. Ich empfehle außerdem, ein kostenloses Konto bei Canva zu erstellen, einem Online-Design-Tool mit Hunderten von kostenlosen Vorlagen und Marketingmaterialien, darunter auch vorgefertigte Influencer Media Kit Vorlagen.

canva media kit screenshot
Wenn Sie in Canva einfach nach „Media Kit“ suchen, erhalten Sie Hunderte von Influencer Media Kit Vorlagen zur Auswahl.

Ein Media Kit mit Canva erstellen

Nachdem Sie ein kostenloses Konto bei Canva erstellt haben, werden Sie zur Startseite weitergeleitet. Dort finden Sie eine Suchleiste, mit der Sie Ihre Media Kit Vorlage finden können. 

Suchen Sie nach einem der folgenden Begriffe: 

  • Influencer Media Kit 
  • Media Kit 
  • Portfolio für Content Creator
  • Kreativ-Portfolio
  • Freelance Portfolio
  • Influencer Portfolio

Wählen Sie eine beliebige Vorlage aus und klicken Sie auf „Vorlage anpassen“, um den Canva Editor zu öffnen. Links auf dem Bildschirm sehen Sie das Editor-Menü, mit dem Sie neue grafische Elemente hinzufügen, eigene Inhalte hochladen, Schriftarten, Farbpaletten und mehr anpassen können. 

Das Beste an Canva ist, dass Sie Ihr Design mit nur wenigen Klicks in eine Website umwandeln können. 

Dazu können Sie eine vorgefertigte Portfolio Website-Vorlage auswählen oder Ihr bestehendes Design auf das richtige Webseitenformat anpassen. Dies können Sie tun, indem Sie oben links auf „Größe ändern“ klicken.

Sobald Ihr Design die passenden Website-Abmessungen hat, sehen Sie oben rechts die Option „Website veröffentlichen“. Klicken Sie darauf, öffnet sich ein Menü mit der Möglichkeit, eine bestehende Website zu verbinden oder eine neue, eigene Domain direkt über Canva zu erwerben.

canva premade media kit screenshot
Beispiel für ein vorgefertigtes Media Kit Design, das Sie mit Canva komplett anpassen können.

Weitere Tools zum Erstellen von Media Kits 

Wenn du dich besser mit der Adobe Creative Cloud auskennst, kannst du auch Photoshop verwenden, um dein Influencer-Media-Kit zu erstellen. Es gibt zwar Vorlagen für Media-Kits in Photoshop, diese sind aber – anders als bei Canva – nicht kostenlos verfügbar. Die Bearbeitung von Photoshop-Vorlagen erfordert außerdem ein höheres Maß an Kompetenz. Für Anfänger kann die Vielzahl der verfügbaren Werkzeuge in Photoshop recht zeitaufwendig sein. 

Du kannst ein Media-Kit auch mit PowerPoint oder Google Slides erstellen. Wenn das eher dein Ding ist, haben wir eine kostenlose Media-Kit-Vorlage für dich, mit der du Zeit sparen kannst! Im Endeffekt ist es egal, welches Tool du verwendest, solange dein fertiges Media-Kit unkompliziert als Website oder PDF-Datei teilbar ist.

Teile dein Media-Kit mit der Welt!

Jetzt ist es an der Zeit, dass dein wunderschönes Media-Kit auch gesehen wird. 

Denk daran: Dein Media-Kit ist im Grunde ein aufgemotzter Lebenslauf und deine Gelegenheit, deine Fähigkeiten, Erfolge und den Mehrwert, den du einer Marke bieten kannst, zu präsentieren. 

Zum Schluss noch ein heißer Tipp: Teile dein Media-Kit nicht nur auf deiner Website, sondern verlinke es auch auf deinen Social-Media-Kanälen wie LinkedIn, Instagram oder YouTube. Und vergiss nicht, es in deine E-Mail-Signatur zu packen. So können alle, mit denen du in Kontakt trittst, dein Media-Kit leicht finden und deine Arbeit begutachten.

Und wenn du mehr aus deinen Inhalten herausholen möchtest, abonniere den Newsletter des Indie Media Club. Dieser ist vollgepackt mit Tipps und Strategien, um deine Reichweite auszubauen, Inhalte zu monetarisieren und mit Marken in Kontakt zu treten. Glaub mir, das Anmelden lohnt sich.

Schau dir außerdem an:

Michelle Leighton

Michelle Leighton ist eine erfahrene Content-Autorin und Social-Media-Spezialistin mit einer beeindruckenden Erfolgsbilanz im Aufbau florierender Online-Communities. Michelle versteht es, Kundenmeinungen und Markttrends in überzeugende Content-Strategien zu übersetzen, die Engagement fördern und bedeutungsvolle Diskussionen anstoßen. Michelles Arbeiten wurden unter anderem vom Indie Media Club, The CMO, The Ecomm Manager, Narcity Canada und Input Magazine veröffentlicht.